Marmorkuchen

saftiger-marmorkuchen-4Marmorkuchen war wohl der Kuchen, den es in meiner Kindheit zu absolut jedem Anlass gab und zwar als immer Gugelhupf und mit Puderzucker obendrauf. Dafür in allen Stufen: Saftig, aromatisch, schokoladig, vanillig und ab und zu auch mal einen Hauch trocken. Das wurde dann meist mit einem ordentlichen Löffel Schlagsahne kompensiert. Aus heutiger Sicht natürlich jetzt nicht optimal, damals aber genial. Deshalb gibt es heute ein Rezept für Marmorkuchen, das mich zwar sehr an meine Kindheit erinnert, aber alles andere als Trocken ist! Ein saftiger, schokoladiger, vanilliger Marmorkuchen quasi. Wer trotzdem Schlagsahne drauf machen will – lasst es euch schmecken!

Als mich also kürzlich die Lust packte für den Kuchen-Klassiker, habe ich gemerkt, dass meine riesige Sammlung an Back-Formen in den Basics eine entscheidende Lücke hat… . Ich hatte eine Gugelhupfform, ja. Aber die war schon gerostet, der farbige Bezug löste sich an vielen Stellen und er ist einfach unansehnlich. Ein Überbleibsel aus meiner Schulzeit, als Qualität noch keine Rolle spielte und ich glaube „Hauptsache günstig“. Deshalb habe ich mich jetzt auf die Suche gemacht, nach einer neuen, guten Form. Das ist mein Projekt für diese Woche und ich werde in Kürze berichten. Statt einer konkreten Empfehlung gibt es deshalb heute leider nur ein Appell: Kauft keine Billig-Form. Mistdinger! 🙂

Wir machen den Marmorkuchen

Für eine Standard-Gugelhupfform ∅22 cm. Für die kleineren in der Größe ∅16 cm braucht ihr nur die 2/3 des Teigs.

  • 4 Eier
  • 1 Prise Salz
  • 250 g Zucker
  • 240 g Butter / Margarine
  • 550 ml Milch
  • 450 g Mehl
  • 2 geh. TL Backpulver
  • 40 g Kakaopulver (richtiger, kein Kaba)
  • etwas Vanillearoma (Schote oder Röhrchen)
  • ca. 2 EL Puderzucker für die Deko

Den Ofen auf 180°C vorheizen.

1.) Die Eier schaumig schlagen. Salz, Zucker und Vanille nach und nach dazu geben. Butter dazu geben und weiter rühren, bis sich alles vermischt hat.

2.) Mehl und Backpulver gut vermischen und in zwei Portionen dazu geben. Jetzt nur noch rühren, bis sich der Teig verbunden hat. Die Milch bis auf ca. 100 ml dazu geben und rühren, bis der Zeig sich verbunden hat.

3.) Etwa 2/3 des Teiges in eine gefettete Gugelhupf-Form geben. Dabei ruhig ein wenig den Rand mit abdecken. Der Rest bleibt in der Schüssel.

4.) Den Kakao in den übrigen Teig einrühren und danach die übrige Milch dazu geben (rührt man den Kakao vor der Milch ein, bilden sich keine Klumpen). Den schokoladigen Teig oben auf den Vanilleteig in die Form geben.

5.) Mit einer Gabel ein oder zwei mal tief in den Teig gehen, und in kleinen Kreisen mit hoch-runter-Bewegungen rühren, damit sich die Teige ein wenig vermischen und ihre typische Form bekommen. Für 35-40 Minuten bei 180°C im vorgeheizten Backofen backen. (der kleinere mit ∅16 braucht nur ca. 25 Minuten)

6.) Den Kuchen etwa 15 Minuten in der Form auskühlen lassen und auf den Kopf stellen und komplett auskühlen lassen, dann aus der form lösen. Mit Puderzucker dekorieren.

Tipp: Wenn der Kuchen sich nicht lösen will, kann man beim Gugelhupf wegen seiner Form leider nicht mit einem Messer rings herum schneiden, um ihn zu lösen. Was aber gut funktioniert: Steckt einen Löffelstiel an mehrere Stellen zwischen Form und Kuchen hinein und drückt den Kuchen leicht von der Form weg. So hebelt ihr ihn locker, ohne ihn zu beschädigen.

Sind die Eier fluffig geschlagen, wird der Kuchen auch nicht trocken.

Sind die Eier fluffig geschlagen, wird der Kuchen auch nicht trocken.

Mögt ihr liebst das Helle oder Dunkle im Kuchen? Ich mochte früher immer das Helle lieber.

Mögt ihr liebst das Helle oder Dunkle im Kuchen? Ich mochte früher immer das Helle lieber.

Ich wollte nur eine leichte Mischung von Hell und Dunkel, aber umso mehr ihr rührt, umso stärker vermischen sich die beiden. Nur nicht zu viel, sonst habt ihr nur noch hellbraunen Teig.

Ich wollte nur eine leichte Mischung von Hell und Dunkel, aber umso mehr ihr rührt, umso stärker vermischen sich die beiden. Nur nicht zu viel, sonst habt ihr nur noch hellbraunen Teig.

Der Kuchen ist gut durch, wenn ihr ein Holzstäbchen schräg reinstecken könnt und es ohne flüssigen Teig wieder raus kommt.

Der Kuchen ist gut durch, wenn ihr ein Holzstäbchen schräg reinstecken könnt und es ohne flüssigen Teig wieder raus kommt.

Tipps für das Lösen aus der Form gibt es oben.

Tipps für das Lösen aus der Form gibt es oben.

Puderzucker erst nach dem Erkalten drauf streuen.

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Violá! Ein wunderschöner, lecker Marmorkuchen.

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Und die Probe - jawoll, Marmorkuchen.

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Lisha



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2 Gedanken zu “Marmorkuchen

  1. Lecker, saftiger Marmorkuchen geht bei mir immer. Es ist eigentlich schade, dass man die guten alten Klassiker nicht öfter backt. Ich werde das jetzt nachholen und mich an Dein Rezept halten.

  2. Pingback: Prinzessin Torte „Belle“ (Barbietorte) | MainBacken

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