Kuchenwiese mit Pferdchen

Bei dem Rezept heute handelt es sich eigentlich mehr um eine Anleitung und zwar für dieses süße Pferd oben auf der Torte. Ich habe sie als Geburtstagskuchen für einen 6. Geburtstag von einem Mädchen gebacken, die Pferde wie verrückt liebt. Darunter verbirgt sich ein saftiger Marmorkuchen, der mit Kinderschokoladen-Riegeln, Mikado-Stangen und ein bisschen grüner Schokolade und Streuseln schnell zur Koppel geworden ist und obendrauf liegt entspannt das kleine Pferd. Der Kuchen und die Koppel sind schnell gemacht, aber das Pferd hat tatsächlich ein klein wenig gedauert bei mir. Das liegt aber vor allem daran, dass ich nicht besonders viel Talent zum Modellieren habe und das durch Neuversuche und Konzentration ausgleichen muss. 🙂 Deshalb: rauf auf den Sattel und los geht’s – hier zeige ich euch Schritt für Schritt mit Bildern, wie es geht.

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American Cheesecake

Die Suche ist zuende. Das ist er. Das ist der cremige, aromatische Käsekuchen, nach dem ich mein Leben lang gesucht habe. Das war nicht leicht, denn ich kenne kein anderes Rezept, das so oft im Netz zu finden ist, so viele Neu-Interpretationen erlebt hat und so viel Enttäuschung mit sich bringt, wenn der Käsekuchen am Ende doch nicht schmeckt. Deshalb hab ich mich in mein Küchenlabor gestellt und experimentiert, bis ich ein Rezept hatte, mit dem ich rundherum zufrieden bin – eines das gelingt und einfach köstlich ist. Wie es sich gehört für Rezepte von mir, ist es auch nicht zu süß, sondern schön cremig und die Beeren obendrauf bringen ein wenig Säure mit ins Spiel. Ohne Gelatine. Ist klar.

Dabei hatten Cheesecake und ich einen holprigen Start. Ich habe in der 8. Klasse meinen ersten für meine Freundin Sabrina gebacken. Blöderweise habe ich frische Mandarinen rein getan und der Kuchen ist so bitter geworden rings um die Früchte. War wirklich eklig und ich war für das nächste Jahrzehnt entmutigt und habe einen Bogen darum gemacht. Aber heute bin ich zurück. Älter, erfahrener, klüger, mutiger und bewaffnet mit diesem Kick-Ass Rezept.

Oh, und noch ein Wort zum Wort: „Käsekuchen“.  Was ist der Unterschied zwischen „Käsekuchen“, „American Cheesecake“ und „New York Cheesecake“? – Ich hoffe, ich gebe das richtig wieder: Der Käsekuchen ist der Oberbegriff und bezeichnet hierzulande den guten alten deutschen Käsekuchen mit Quark, einem Rand, gelblicher Farbe und einer schönen Goldfärbung drin. Der „American Cheesecake“ hingegen hat keinen Rand, wird im Wasserbad gebacken und hat einen dünnen Boden aus Kekskrümeln – statt Quark ist viel Frischkäse und Saure Sahne drin. Der „New York Cheesecake“ hat statt saurer Sahne Schlagsahne drin und auch wieder viel Frischkäse, sonst ist er wie der American Cheesecake.

Die Sache mit dem Backen im Wasserbad…hat mich am Anfang abgeschreckt. Aber es macht überraschenderweise einen Unterschied. Der Teig dehnt sich beim Backen aus und zieht sich beim Kühlen wieder zusammen. Passiert das zu schnell, entstehen Risse. Ist klar soweit. Deshalb wollen wir den Kuchen so schonend abkühlen, wie möglich. Das Wasserbad umgibt den Kuchen und den Ofen dabei mit einer kontinuierlichen Temperatur, die nicht sofort verschwindet, wenn man den Ofen öffnet. Das Wasser rings herum kühlt langsam ab und hält während des Backens die Temperatur konstant. Resultat ist ein köstlicher, gleichmäßig gebackener Käsekuchen ohne Risse. Lohnt sich also. Und viel mehr Arbeit ist es jetzt auch nicht.

Ich habe das Glück, das ich eine ziemlich sexy Silikon-Springform zuhause habe (bzw. ein Hybrit, denn nur der Rand ist aus Silikon), die sehr dicht ist. Ich habe ihr vorsichtshalber auch eine Alu-Schicht verpasst, da am Verschluss ein paar Tröpfchen raus kamen, aber alles in allem ist das der Idealfall. Auch, weil man sie nicht einfetten braucht und sie einen transparenten Boden hat. Man muss die Torte also hinterher nicht mehr umsetzen, sondern kann auf der Tortenplatte servieren. Mit einer normalen Springform funktioniert das ganze natürlich auch – aber bitte dann wirklich gut einfetten und mit Alufolie ringsherum abdichten, damit Teig nicht raus – und Wasser nicht reinläuft.

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Marmorkuchen

saftiger-marmorkuchen-4Marmorkuchen war wohl der Kuchen, den es in meiner Kindheit zu absolut jedem Anlass gab und zwar als immer Gugelhupf und mit Puderzucker obendrauf. Dafür in allen Stufen: Saftig, aromatisch, schokoladig, vanillig und ab und zu auch mal einen Hauch trocken. Das wurde dann meist mit einem ordentlichen Löffel Schlagsahne kompensiert. Aus heutiger Sicht natürlich jetzt nicht optimal, damals aber genial. Deshalb gibt es heute ein Rezept für Marmorkuchen, das mich zwar sehr an meine Kindheit erinnert, aber alles andere als Trocken ist! Ein saftiger, schokoladiger, vanilliger Marmorkuchen quasi. Wer trotzdem Schlagsahne drauf machen will – lasst es euch schmecken!

Als mich also kürzlich die Lust packte für den Kuchen-Klassiker, habe ich gemerkt, dass meine riesige Sammlung an Back-Formen in den Basics eine entscheidende Lücke hat… . Ich hatte eine Gugelhupfform, ja. Aber die war schon gerostet, der farbige Bezug löste sich an vielen Stellen und er ist einfach unansehnlich. Ein Überbleibsel aus meiner Schulzeit, als Qualität noch keine Rolle spielte und ich glaube „Hauptsache günstig“. Deshalb habe ich mich jetzt auf die Suche gemacht, nach einer neuen, guten Form. Das ist mein Projekt für diese Woche und ich werde in Kürze berichten. Statt einer konkreten Empfehlung gibt es deshalb heute leider nur ein Appell: Kauft keine Billig-Form. Mistdinger! 🙂

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Versteckte Herz Cupcakes (Hidden Design)

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Beim Teilen wird das Herz in der Mitte sichtbar

Ihr erinnert euch an meinen Kuchen von letzter Woche? Den, mit dem versteckten Herz drin? Ich habe ja nicht besonders hinterm Berg gehalten, wie einfach dieser Kuchen in die Hose gehen kann. Deshalb kriegt ihr heute auch (denn wer will nur meckern) eine kleine Abwandlung für den Kuchen, der das Leben aber gleich viel einfacher macht: Verstecke-Herz-Cupcakes! Kein Scherz, sobald ihr Cupcakes statt einem Kuchen macht, ist die ganze Angelegenheit viel einfacher. Der Anfang funktioniert genau, wie der große Kuchen auch, aber die Herzen verrutschen im Cupcake nicht, was bedeutet, dass sie richtig gut aussehen. Und besonders schön: Das Herz wird erst sichtbar, wenn ihr euren Cupcake teilt. 🙂 Mit Freunden, Familie oder PartnerIn.

Trotzdem – um zwei Kuchen (einen für die roten Herzen und dann noch eure Cupcakes) kommt ihr hier nicht herum, aber die Menge ist kleiner. Reste habt ihr deshalb leider auch hier. Deshalb habe ich mich bei der Creme auch für eine ganz einfache Schlagsahne entschieden, denn die Cupcakes sind aufwändig genug.

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„Innere Werte“ Schokokuchen mit Herzchen (Hidden Design)

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Wir fangen direkt mit Klartext an: Dieser Hidden-Design Kuchen hat ein hohes Fehlerpotential und ist aufwendiger, als er aussieht. Damit disqualifiziert er sich normalerweise direkt für meinen Blog. Denn hier kommt rein, was nach mehr Arbeit aussieht, als es ist 🙂 oder zumindest die Waage hält. Dass es das Hidden-Design Herz Kuchen Rezept trotzdem auf MainBacken geschafft hat, liegt nur daran, dass ihn sich eine gute Freundin von mir gewünscht hat. Aber ich warne euch direkt vor: Das Design im Kuchen funktioniert so, dass ihr erst einen (roten) Kuchen backt, dann mit einem Keksausstecher das Design ausstecht und das wiederum einen zweiten (braunen) Kuchenteig einbackt. Ihr backt also zwei Kuchen am Ende. Dabei müsst ihr aufpassen, dass kein Teig in die Zwischenräume eures Designs kommen, dass sie nicht verrutschen (denn der Teig geht ja auf) und, dass der Geschmack nicht leidet. Denn der Kuchen gelingt deutlich besser, wenn man einen festeren Teig verwendet, mit wenig Flüssigkeit. Aber dann ist er leider eben oft auch trocken. Ihr seht also – nicht ganz einfach. Oh, und was einem auch keiner auf die Nase bindet: Vom ersten Kuchen, aus dem man die Herzen aussticht, hat man am Ende super viele Reste über.

Wer nach all diesen Dingen, die ich zu bedenken geben wollte, immer noch wild entschloss ist, für den habe ich hier das richtige Rezept! Nachdem ich den Kuchen jetzt ein paar Mal gebacken habe, habe ich ein paar Tipps für euch, mit deren Hilfe es eigentlich gut klappen sollte. Wer es lieber eine Nummer sicherer haben will, macht Hidden-Design-Cupcakes mit Herzen drin. Die sind nämlich sehr viel einfacher 🙂

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Köstliche Käseküchlein mit Cashew-Dattelboden

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In der neunten Klasse habe ich für eine gute Freundin meinen ersten Käsekuchen gemacht. Blöderweise hatte ich da frische Mandarinen rein getan und der Kuchen ist furchtbar bitter geworden. Seitdem habe ich das Backen von Käsekuchen anderen überlassen, die es besser können.  Bis jetzt. Eine Freundin von mir hat neulich einen so köstlichen Käsekuchen mit zur Dinnerparty (jawohl, Dinnerparty) mitgebracht, dass ich mich einfach wieder dran trauen musste! Und heute präsentiere euch das Ergebnis: einen einfachen und köstlichen, cremigen, leichten Käsekuchen. Er ist nicht zu süß und ein herrlich fruchtig-saures Beerenpüree obendrauf gibt es der Sache den letzten Schliff. Als Boden (und das macht ihn übrigens glutenfrei!) nehme ich eine Mischung aus Datteln und Cashewkernen (andere Nüsse gehen auch) mit ein wenig Zitronenabrieb. Ich habe den Kuchen als Minis gebacken, aber ihr könnt ihn natürlich auch in eine normale Springform tun, dann erhöht sich die Backzeit nur um etwa 15 Minuten. Als echtes Gourmet Dessert gab es diesen Kuchen übrigens auch für das Genussevent von Aktion Pink.

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Mohnstreusel Kuchen

Mohnkuchen mit Gries (13)Heute präsentiere ich euch einen weiteren Auszug aus meiner persönlichen Blacklist. Das ist die Liste der Leckereien, die ich nach Möglichkeit nicht mehr backe, da ich bei ihnen kein Maß kenne. Und es ist ein Blechkuchen. Ich weiß schon – ihr glaubt, ich könnte niemals ein Blech Mohnkuchen futtern…, aber die traurige Wahrscheit ist eine andere. Das ist auch nicht irgendein Mohnkuchen. Das ist der verdammt weltbeste, saftigste Mohnkuchen überhaupt. Mit Gries und Streuseln und zensierter Kalorienanzeige. Deshalb mache ich ihn nur noch zu Anlässen, bei denen ich weiß, dass es keine Reste geben wird. …Trotzdem…irgendwann schaut man in den Spiegel, Mohn im Mundwinkel, kompletter Filmriss der letzten zehn Minuten und es fehlen sechs Stück Kuchen. Aber (wie immer) – war es das am Ende wert!

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Harry Potter Kuchen

Harry Potter Cake Cursed Child (21)

Nach all dieser Zeit? -Immer!

(English) Den Harry Potter Kuchen habe ich in der Sekunde geplant, als ich das Cover des achten Bands „Harry Potter and the cursed child“ gesehen habe. Die Flügel, das Nest, das Buch – alles schrie förmlich danach mit einem Kuchen zu verschmelzen. Dass ich die Torte jetzt umgesetzt habe, hat einen einfachen Grund – denn ich habe Tickets für die Harry Potter Theater Aufführung in London ergattern können. Dafür stand ich 11 Stunden in einer Online-Warteschlange. Und die beiden Tickets, die ich erwischt habe, sind für November 2017. Das ist noch so lang hin. Aber das ist es mir wert!

Ich bin mit Harry Potter aufgewachsen und bin absolut verrückt danach. Ich habe die Bücher verschlungen und die Filme gefallen mir auch und ich bin sicher, dass mir auch das Theaterstück gefallen wird. Das achte Buch, das Skript zum Stück, lese ich grade und hätte nie gedacht, dass ich nochmal in den süßen Genuss komme, ein Harry Potter Buch zum ersten Mal wieder zu lesen. Es ist einfach wunderbar, wieder in die Welt des (etwas gealterten) Zauberers einzutauchen und womit könnte ich dies besser feiern als mit einer „Harry Potter and the cursed child“ Torte? 🙂

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Zitronen Gugelhupf

Zitronenkuchen (1)Sauer macht lustig. Lustig macht froh.  Froh macht hungrig. Hungrig mach ich einen Zitronenkuchen. Zitronenkuchen mach ich schön sauer. Sauer macht lustig.  Und so kommt alles wieder zusammen. Ich habe ja ein paar mal erwähnt, dass ich Zitronenkuchen einfach liebe, aber etwas wählerisch bin. Ich hab ihn gern samtweich, nicht zu süß und schön sauer. Neulich habe ich, eher zufällig, genau das geschafft – wie er sein soll: Köstlich zitronig fruchtig und nicht zu süß. Der war auch schnell weg…hätte ich mal einen größeren Gugelhupf genommen. Weiterlesen