Himbeer-Joghurt Tiramisu

Endlich, endlich wird es Himbeerzeit! Meine Eltern haben einen kleinen Garten in Hanglage und dort zieht mein Vater verschiedene Sorten der leckeren Beere. Je nach Art werden sie leicht zeitversetzt reif, sind einfach köstlich und teilweise so groß wie (kleine) Erdbeeren. Auf einen eigenen Garten mit Beerenbeet arbeite ich auch hin, allerdings müsste der etwas größer sein, da ich ja genug Platz für meine Eier-Pflanzen (im Volksmund „Hühner“ genannt) brauche, die ich gerne hätte. Bis es soweit ist, genieße ich das Frankfurter Stadtleben aber auch sehr und halte als Garten-Ersatz gekaufte Basilikum und Minz-Pflanzen am Leben, so gut ich kann. Mit mäßigem Erfolg. Ich habe definitiv keinen grünen Daumen.

Aber nun zum Dessert! Grade im Sommer zum Grillen oder Festen sind bei uns in der Familie immer Desserts gefragt, die gut aussehen und vor allem frisch schmecken. Brownies gehen immer, ja, aber wenn die Temperaturen steigen, tut ein wenig fruchtige Leichtigkeit nicht weh. Deshalb habe ich mein Tiramisu Grundrezept, das ich schon mit Mango und Blaubeeren verfeinert habe, heute mit Himbeeren gemacht. Aber das ist noch nicht alles: Statt einem Duo aus Mascarpone und Sahne ist dieses Rezept ein Trio, eine leichtere Variante, in der Joghurt mitmischt. Ich habe die Sahne außerdem durch eine fettreduzierte Alternative (z.B. Creme Fine zum Schlagen) ersetzt. Wer auf seine Linie achtet, sollte trotzdem nicht das ganze Blech auf einmal essen, aber dieses Rezept schlägt definitiv deutlich weniger zu Buche als seine üppigeren Geschwister. Und mindestens genauso lecker ist es allemal! Ich serviere es diesmal im Glas, aber vom Blech geht es natürlich auch immer.

Zutaten

Für 6-8 Personen. Gläser sind etwas mehr Arbeit als die Auflaufform.

  • 200 ml frische Schlagsahne (z.B. fettreduziert, wie Creme Fine zum Schlagen)
  • 200 g Mascarpone
  • 200 g Joghurt (z.B. 1,5 %)
  • 5 EL Zucker
  • Saft und Schale einer Bio-Zitrone
  • 1 Tasse starker Kaffee oder Espresso
  • Keinen Kaffee? Nimm Himbeersaft!
  • 250 g Löffelbiskuit
  • 500 g frische Himbeeren (mehr geht natürlich immer)
  • Etwas Kakao zum Dekorieren (Aus der Backabteilung. Kein Kaba)

Kühlzeit: Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht.

Wir machen das Tiramisu

Für eine mittlere Auflaufform (ca. 15 x 20 cm) oder 6 – 8 Dessertgläser

1.) Einen starken Kaffee / Espresso kochen und abkühlen lassen.  Ich habe 6 TL Kaffeepulver auf 200 ml Wasser genommen und 4 Minuten ziehen lassen (Alternativ: Himbeersaft). Die Himbeeren waschen und abtropfen lassen.

2.) Schlagsahne mit dem Mixer steif schlagen, dabei nach und nach den Zucker dazu rieseln lassen. Die Mascarpone, Joghurt und den Zitronensaft gut verrühren und dann unter die Sahne heben, so dass eine gebundene Masse entsteht.

3.) Den Boden der Gläser (Auflaufform geht natürlich auch, ich nehme aber Gläser) dünn mit der Creme bestreichen. Das klappt gut, wenn ihr einen Löffel rein fallen lasst und dann das Glas ein paar Mal auf den Tisch klopft. Die Löffelbiskuit mit der zuckrigen Seite für 1-2 Sekunden in den Kaffee tunken und sie dann mit der feuchten Seite nach oben in der Glas legen, bis die Creme bedeckt ist.

4.) Eine dünne Schicht Creme auf das Löffelbiskuit geben. Dann die Himbeeren halbieren und rundherum auf der Creme verteilen. Dann geht es von vorne los: etwas Creme, Löffelbiskuit mit Kaffee, Himbeeren. Bis das Gefäß voll ist. Möchtet ihr die schöne Schicht-Optik im Glas gut sehen, solltet ihr insbesondere an den Glas-Ecken schön sauber arbeiten und die Zutaten wirklich ans Glas drücken.

Mindestens 2 Stunden, besser über Nacht, in den Kühlschrank.

5.) Das fertige Tiramisu aus dem Kühlschrank nehmen und den Kakao großzügig darüber sieben. Kalt servieren – fertig!

Tipp: Damit die Himbeeren reichen, teilt sie am besten in so viele Haufen auf, wie ihr Dessertportionen haben wollt. Dann hat jedes Glas dieselbe Anzahl Beeren.

Die zuckrige Seite nur ein paar Sekunden in den Kaffee / Himbeersaft tauchen.

Zuschneiden klappt am besten, wenn die Löffelbiskuit schon mit Kaffee vollgesogen sind

Mit einem Löffel lässt sich die Creme schön verteilen.

Die Krönung: Ein wenig Kakao obendrauf

Für ein bisschen Farb-Variationen kann man auch nur die Hälfte der Tiramisu-Desserts mit Kakao bestäuben und die anderen mit braunem Zucker. Der sollte dann aber vor dem Kühlen drauf, damit er beginnt sich zu lösen und man keine Zuckerkristalle im Mund hat.

Ziemlich lecker und sieht gut auf – in meinem Fall mit zwei Komplett-Lagen.

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♥ Lisha



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2 Gedanken zu “Himbeer-Joghurt Tiramisu

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