Ramen Nudelsuppe (vegetarisch / vegan)

Meine Liebe zur asiatischen Nudelsuppe begann mit Instant-Tütensuppen. Als Upgrade kam manchmal frisches Gemüse dazu. Die Frankfurter Ramen-Restaurants haben mir dann gezeigt, dass frisch gekocht eine ganz andere Liga ist und ein Besuch in Japan vor ein paar Jahres legte die Messelatte dann endgültig nach oben. Jedoch stieß ich immer wieder auf ein Problem: Die meisten Ramen Nudelsuppen sind nicht vegetarisch. Die kräftige Brühe wird standardmäßig mit tierischen Produkten angesetzt oder zumindest verfeinert. Versucht mal eine köstliche, vegetarische Ramensuppe zu bekommen… es ist gar nicht so einfach. Also habe ich mich ans experimentieren gemacht. Mit dem Ergebnis bin ich total zufrieden und teile es heute sehr gerne mit euch. Die Brühe ist als Herzstück der Suppe cremig, aromatisch und unfassbar köstlich. Ich mache immer einen sehr großen Topf und friere die Brühe portionsweise ein, das funktioniert sehr gut.

Rezept Ramen Nudelsuppe

Für 2 Portionen

Für die Brühe

  • 100 g frischer Ingwer
  • 5 Knoblauchzehen
  • Neutrales Speiseöl (z.B. Sonnenblumen)
  • Sesamöl (geröstet)
  • 3-4 EL cremige Erdnussbutter (möglichst ungesüßt)
  • 250 g Sesampaste (Tahin)
  • 75 g Sojasoße (z.B. salzreduziert)
  • 3-4 EL Hoisin-Soße
  • 1 EL Paprikapulver (edelsüß)
  • Gewürze nach Geschmack (z.B. 1 TL Kardamom, 1 TL Ingwerpulver, 1 TL Currypulver)
  • Für etwas Schärfe noch etwas Chili (z.B. 1 Msp Chiliflocken / 1 halbe Chilischote)
  • Optional nach Geschmack: 1 TL Miso-Paste
  • 1 Liter heißes Wasser

Für Einlage

Für die Einlage könnt ihr eurer persönliches Lieblingsgemüse verwenden. Hier kommt meins zu diesem Rezept:

  • 200g Nudeln (z.B. Ramen oder Mie-Nudeln)
  • 2-3 Karotten
  • 1 handvoll Brokkoli-Röschen
  • 1 handvoll Rotkraut-Streifen
  • 1 halbe Paprika
  • 1 halber Lauch (das grüne Ende) oder Frühlingszwiebeln
  • 200 g Tofu*
  • Optional: 1 Ei (Achtung, dann ist es nicht mehr vegan sondern nur noch vegetarisch)

*Ein Tofu-Tipp von mir: Tofu hat nicht allzu viel Eigengeschmack und deshalb gibt es hier je nach Zubereitung und Sorte sehr große Geschmacksunterschiede. Ich habe noch nie einen so leckeren Tofu gehabt wir „Mandel-Sesam“ von Tukan. Probiert euch mal durch was euch am besten schmeckt.


Anleitung

1.) Wir beginnen mit dem Herzstück der Ramen-Nudelsuppe: der Brühe. Dafür den frischen Ingwer (100 g) schälen und fein würfeln. Die Knoblauchzehen (5) schälen und zerdrücken. Beides mit einem ordentlichen Schuss neutralen Speiseöl und etwas geröstetem Sesamöl auf mittelhoher Hitze in einem großen Topf anbraten. Unter ständigem Rühren die Erdnussbutter (3-4 EL), die Sesampaste (250g), die Sojasoße (75 g) und die Hoisinsoße (3-4 EL) hinzugeben. Das heiße Wasser (1 l) hinzugeben und die Hitze auf die kleinstmögliche Stufe herunterdrehen. Ordentlich durchrühren und mit Gewürzen verfeinern. Ich verwende dafür Kardamonpulver (1 TL), Ingwerpulver (1 TL), Currypulver oder auch gelbe Currypaste (1 TL) und für ein wenig Schärfe noch ein paar Chiliflocken (1 Msp). Wenn ich Miso-Paste im Haus habe, kommt auch nochmal ein TL dazu, aber das ist kein Muss. Auf kleinster Flamme mit angelehntem Topfdeckel für 30-45 Minuten köcheln lassen. Dabei verdampft etwas Wasser und die Suppe wird dicker und entfaltet ihr Aroma. Gelegentlich umrühren und zum Schluss mit einem Pürierstab die Suppe fein pürieren. Danach nur noch abschmecken.

Tipp: Ich nehme zum Umrühren am liebsten einen Schneebesen, damit sich Erdnussbutter & Co gut lösen.

2.) Das Gemüse für die Suppeneinlagen zunächst waschen, ggf. schälen und klein schneiden. Ich wähle dafür immer dünne angeschrägte Streifen bzw. Scheiben, da diese schneller garen und sich beim Essen gut mit den Stäbchen greifen lassen. So die Karotten (2-3), die Paprika (1/2), den Lauch (1/2, grünes Ende) und den Tofu schneiden. Die Brokkoli-Röschen so zurecht brechen, dass sie ca. so groß wie ein 2-Euro-Stück sind, damit. Das Rotkraut in feine Streifen schneiden (1 handvoll). Sämtliche Zutaten geschnitten beiseite legen.

3.) In einer Pfanne etwas Öl (z.B. geröstetes Sesamöl) erhitzen. Die Karotten einige Minuten darin schwenken, bis etwas angebraten sind. Aus der Pfanne holen, ggf. Öl nachfüllen und das Rotkraut anbraten. Hier nach kurzer Zeit mit etwas Hoisin oder Soja-Soße ablöschen und das Kraut in der Pfanne garen (1-2 Minuten). Diesen Vorgang mit dem restlichen Gemüse wiederholen. Die Paprika brate ich nicht an, die kommt so in die Suppe, aber das ist Geschmackssache. Fertiges Gemüse beiseite legen (kann ruhig kalt werden). Wer möchte, kann sich noch ein 5-Minuten-Ei mit dazu kochen.

Tipp: Theoretisch könnte man auch das gesamte Gemüse zeitgleich anbraten, jedoch kann man auf diese Weise gut auf die unterschiedlichen Garstufen eingehen. Außerdem finde ich, dass die Suppe hinterher schöner aussieht, wenn das Gemüse getrennt darauf liegt.

4.) Sobald die Brühe und die Einlagen fertig sind, geht es ans Nudeln-Kochen. Hierfür einen Topf mit Wasser zum Kochen bringen und die Nudeln (200g) nach Packungsanleitung zubereiten. Meist kocht man das Wasser einmal auf und lässt die Nudeln dann abgedeckt 4 Minuten ohne Hitzezufuhr stehen. Die Nudeln dann abschütten und in zwei Schüsseln füllen. Die Suppeneinlagen (Gemüse, Tofu, ggf. Ei) obendrauf garnieren und schließlich mit der heißen Brühe übergießen. Sollte das Gemüse abgekühlt sein, wird es von der heißen Brühe wieder warm.

-Fertig-

Die köstliche vegetarische Ramen (ohne Ei auch vegan) könnt ihr ganz einfach auch zuhause zuereiten.
Das Gemüse am besten vorbereiten und beiseite legen – die heiße Brühe wärmt alles in der Schüssel wieder auf.

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♥ Lisha


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