Crêpe Torte

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Ich will ich euch nicht anlügen. Mit großen Augen habe ich mir die Crêpe-Torten-Kreationen anderer Blogger, Magazine und Backbücher in den letzten Monaten angeschaut und mir immer gedacht: Wow, das sieht toll aus! Und schwer kanns auch nicht sein. Ist halt Crêpe und Schokolade, oder? Oh boy! Schwer nicht. Aber (wie meine Großmutter gesagt hätte) -Menschenskinder- was ne Arbeit! Aber ich wollte etwas besonderes machen für heute. Wundert euch nicht, es ist sehr wenig Zucker in den Crêpes, damit es nicht so pappsüß ist.

Nachdem ich den Teig gemacht und die ersten 5 Crêpes durchgehauen hatte, wurde mir klar, dass die ganze Sache aufwändiger wird als gedacht. Jeder Crêpe backt eine Minute und dann nochmal dreißig Sekunden, wenn man ihn gedreht hat. Das ist eine blöde Zeit, denn so richtig kann man parallel nichts machen, aber man kann auch nicht weggehen. Ich habe mir nach einer Zeit dann den Wohnzimmertisch frei geräumt und da weiter gecrêpet während ich fern gesehen hab (etwas politisches, sozialkritisches und besonders smartes…definitiv nicht die oldschool-Pokémon-Folgen, die es neuerdings bei Netflix gibt….). Und dann ging es ganz schnell. Pikatschu…du bist dran! …Wait, what?!

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Die Schoko-Creme

Die muss ein paar Stunden ruhen, deshalb machen wir sie zuerst. Im Idealfall habt ihr noch eingefroren welche, oder habt die Zeit, sie über Nacht stehen zu lassen.

Für die Schokocreme nehmt ihr das klassische Ganache-Rezept (findet ihr hier) und zwar mit 400 g Schokolade und 400 ml Sahne. So hat es für mich ganz genau gereicht mit hauchdünnen Schichten.

Wer auf Nummer-sicher gehen will, der nimmt je 600 g/ml. Einfrieren kann man ja immernoch.



Die Crêpes

Für ca. 35 Crêpes

  • 6 Eier
  • 660 g Mehl
  • 2 Päckchen Backpulver
  • 1/2 TL Salz
  • 100 g Zucker
  • 1,8 L Milch
  • 600 ml Sprudelwasser
  • etwas Sonnenblumenöl zum Braten
  • Zur Deko ggf. ein paar Himbeeren und weiße Schokolade

Ich nutze zum Braten ein Crêpe-Eisen von Severin (30 Euro) auf der Hitzestufe 7 von 10. Kann ich empfehlen.

1.) Die Eier trennen. Das Eiweiß separat steif schlagen und das Eigelb mit der Milch gut verrühren.

2.) Alle trockenen Zutaten (Mehl, Backpulver, Zucker, Salz) in einer großen Schüssel gut vermischen. Unter ständigem Rühren portionsweise die Eiermilch unterrühren. Danach kurz das Sprudelwasser einrühren.

3.) Mit einem Schneebesen das steif geschlagene Eiweiß unterheben.
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4.) Eine Pfanne oder Crêpe-Eisen auf mittelhoher Hitze mit etwas Öl bestreichen. Eine Kelle von dem sehr flüssigen Teig einfüllen und durch Schwenken der Pfanne dünn verteilen. (wer ein Crêpe-Eisen hat, kann natürlich den Holzverteiler nehmen).

5.) Den Crêpe nach ca. 30-60 Sekunden wenden. Je nach Leistung der Pfanne. Wenn er sich löst und schön gold-braun ist, ist er soweit. Die andere Seite nur noch kurz, vielleicht 20-30 Sekunden braten. Dann runter nehmen und direkt erkaten lassen. Schritt 4+5 wiederholen, bis alle Crêpes gebacken sind.

Tipp: Die Crêpes vor dem Stapeln gut auskühlen lassen, damit sie nicht kleben. Ich hatte dafür zwei Teller (wenn ihr habt, gerne auch Kuchen-Gitter): Ein fertiger Crêpe kommt erst alleine auf einen Teller und kurz bevor der nächste käme, habe ich ihn dann auf den Stapel gelegt. So kühlen sie schneller.

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Wir setzen zusammen

Wir brauchen:

  • Eine Torten-Drehscheibe macht Dinge jetzt einfacher. Ich hab eine von IKEA und die tut es total. Ist auch groß genug für Crêpes. Kein Muss, aber eine gute Sache.
  • Einen Teigglätter /  Spachtel / langes Messer zum Verteilen hauchdünner Schokoladencreme-Schichten.

Die Zutaten:

  • Die Crêpes sollten alle kalt sein. Das gibt ihnen Stabilität und sie reißen nicht so schnell.
  • Für die Schichten brauchen wir flüssige Schokocreme, für die Glasur feste. Unsere Ganache ist im besten Fall jetzt schon schön fest. Nehmt euch zwei Drittel der Creme und macht sie in der Mikrowelle oder im Wasserbad kurz nochmal warm. Jetzt ist sie schön flüssig und es kann losgehen. Am besten in eine Spritzflasche oder auch nur eine kleine Kanne füllen zum Portionieren.

1.) Einen Crêpe auf die Tortenplatte legen. Ein wenig Schokoladen-Creme drauf. Gut und sehr dünn überallhin verteilen. Einen neuen Crêpe drauf legen. Ein wenig Schokoladen-Creme drauf. Gut und sehr dünn überallhin verteilen. Ein neuen Crêpe drauf legen…(und so weiter…das Ganze so lange wiederholen, bis die Crêpes leer sind)

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2.) Wer will (kein Muss!) kann die Crêpes jetzt nochmal sauber rund schneiden. Hierfür habe ich einen Teller oben drauf gelegt und mit einem scharfen Messer einmal außenrum geschnitten. Nehmt einen großen Teller, damit es sehr wenig Reste gibt.

3.) Den Kuchen 10 Minuten in den Kühlschrank stellen. Dann die übrige Schokocreme, die nicht flüssig, sondern schon fest ist, ringsherum auf dem Kuchen verteilen und mit einem sauberen Spachtel glatt ziehen.

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Tipp: Wenn die Schokoladencreme noch nicht fest genug ist, lasst sie einfach noch ein paar Stunden stehen. Im Idealfall bei Zimmertemperatur. Ihr wollt eine Konsistenz, die in der Form bleibt, sich aber mit wenig Aufwand verstreichen lässt.

4.) Wer will, kann gerne noch Himbeeren obendrauf setzen und mit weißer Schokolade noch entsprechend verzieren.

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Aufbewahrung:

Wie auch Crêpes selbst, wird dieser Kuchen schnell trocken. Frisch schmeckt er am Besten und einmal angeschnitten, sollte man ihn immer mit einer Glasglocke oder Firschhaltefolie abgedeckt haben.



Ihr wollt mehr sehen? Dann folgt meinem Blog!

Lisha

5 Gedanken zu “Crêpe Torte

  1. Wow – #Respekt! Ich glaube, ich wäre nach dem fünften Mal Pfannenwenden wahnsinnig geworden 😉 Aber das Endprodukt schaut schon sehr sehr lecker aus! Da hat sich jemand über ein schönleckers Geschenk freuen dürfen 🙂 GlG

    • 🙂 Ich war in der Tat kurz davor die ersten fünf Crêpes einfach mit Nutella zu bestreichen, zu futtern und mich auf die Couch zu setzen. „Wie Kuchen? Was für ein Kuchen?!“ 🙂 Aber am Ende war es das total wert. Hatte den Aufwand nur unterschätzt. Viele Grüße! -Lisha

  2. Gestern habe ich mich endlich mal an dieses Meisterwerk gewagt
    und halleluja du hast recht das dauert seine Zeit…
    3 Stunden hab ich gebraucht
    Aber es hat sich gelohnt das ganze Zieht wahnsinnig gut aus und schmeckt fantastisch.
    Ich hab nur leider etwas mit der Ganage gesparrt – da hätte ich ruhig ein bisschen mehr dazwischen machen können (Memo an mich fürs nächste mal!)
    Aber wie du schon sagt es ist den Aufwand eben doch wert 🙂

    • Hallo Lola,
      finde ich super, dass du die Crêpe Torte ausprobiert hast! Ich wollte mich tatsächlich auch mal wieder an das leckere Stück wagen und mal nur jede zweite Schicht mit Ganache und die anderen mit Erdbeermarmelade probieren. Erst die Not macht ja immer besonders erfinderisch 🙂 Wenn du sie fotografiert hast, schick mir gern ein Bild, ich poste immer gern nachgebackene Werke!
      Viele Grüße
      Lisha

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