Lemon Tartelettes

Welche Kuchen nehmt ihr mit, wenn ihr beim Konditor vor der Vitrine steht? Wenn ich zu besonderen Anlässen beim Konditor Kuchen für meine Familie geholt habe, wollte mein Vater immer Schokotorte, meine Schwester ein Stück Obstkuchen und meine Mutter hat behauptet, es sei ihr egal. Das war es aber nicht. Sie wollte ein Zitronen-Tartelette mit Baiserhaube. Das wusste sie vorher nur nicht immer. Aber es hat sich über die Jahrzehnte bewährt, dass dies ein Kuchen ist, über den sie sich immer, immer, immer gefreut hat. Deshalb finde ich es jetzt umso schöner, die kleinen frischen Küchenlein selbst machen zu können. Sie sind auch gar nicht schwer. Man backt die Tartelette-Schalen und füllt sie mit einem Lemon-Curd, also einem Zitronenpudding auf. Für die Kür gibt es obendrauf noch ein Baiser, das entweder mit dem Bunsenbrenner oder im Ofen auf Grillfunktion abgeflammt wird. Ich sag es euch:

Ü-B-E-R-R-A-G-E-N-D! Probiert es aus, ihr werdet es sehen 😉

Neben dem Lemon-Tartelette-Rezept enthält dieser Beitrag auch Werbung, denn die Inspiration für dieses Rezept habe ich aus „Meine Backbox“. Mehr zu „Meine Backbox“ erfahrt ihr unter dem Rezept.

Rezept Lemon Tartelettes

Für 6 Tartelettes* (Ø 10 cm) 

  • Für die Böden
    • 85g Butter (kalt)
    • 150 g Mehl
    • 30 g Zucker
    • 1 Prise Salz
    • 1 Eigelb
  • Für das Lemon Curd
    • ca. 350 g Lemon Curd* – gekauft oder selbstgemacht mit:
      • 4 Eigelb
      • 2 Eier
      • Saft von 3 Zitronen (ca. 130 ml)
      • Abrieb von ein bis zwei Zitronen
      • 80 g Zucker
      • 60 g kalte Butter
  • Für die Deko
    • 1 Eiweiß
    • 40 g Zucker (bzw. doppelt das Gewicht des Eiweiß)
    • ggf. getrocknete Blüten  / getrocknete Himbeeren*

Die mit *Sternchen gezeichneten Zutaten sind in der „Meine Backbox“ enthalten gewesen.

Anleitung:

1.) Die gekühlte Butter (85g) in kleine Stücke schneiden und zusammen mit dem Zucker (30g), dem Mehl (150 g), dem Eigelb (1) und dem Salz (Prise) verkneten, bis ein gebundener Teig entsteht. In Frischhaltefolie für circa eine Stunde in den Kühlschrank legen.

Tipp: Drückt den Teig jetzt schon platt, dann könnt ihr ihn besser ausrollen, wenn er später aus dem Kühlschrank kommt.

2.) Den Backofen auf 180°C vorheizen. Nach der Kühlzeit den Teig auf einer bemehlten Arbeitsfläche ca. 1/2 Zentimeter dick ausrollen. Sechs Kreise ausschneiden die etwas größer als die Tartelette-Forme sind, damit auch der Rand bedeckt wird. Den Teig in die Förmchen legen und mit einer Gabel Löcher in den Boden stechen. 12-14 Minuten blind backen bis sie eine schöne leichte Bräunung haben.

Tipp: Zum „Blindbacken“ legt ihr ein Stück Backpapier und ein Gewicht auf die Tartlettes, während ihr sie backt. Für das Gewicht nimmt man „Blindbackperlen“ aus Keramik oder getrocknete Hülsenfrüchte / Reis. So geht der Teig beim Backen nicht auf und rutscht nicht vom Rand. 

3.) Die fertigen Tartelettes in der Form auskühlen lassen. Das Lemon Curd vorbereiten. Dafür gekauftes Curd kurz erhitzen und noch warm in die Formen geben, oder jetzt selbst machen. Hier geht es zum →Lemon-Curd-Rezept.

4.) Für die Baiser-Deko das Eiweiß (1) unter langsamer Zugabe des Zuckers (40g) steif schlagen. Mit einer Spritztülle Tupfer auf das Lemon-Cur spritzen. Das Baiser mit einem Bunsenbrenner oder der Grillfunktion in der Mikrowelle / dem Ofen einige Sekunden auf oberster Einschubebene abflammen, bis eine leichte goldbraune Färbung entsteht. Mit getrockneten, essbaren Blüten oder Himbeerflocken garnieren.

5.) Vor dem Verzehr mindestens eine Stunde kalt stellen. So wird das Lemon Curd schnittfest und verläuft nicht, wenn ihr die Küchlein aus der Form löst. Dafür beim Stürzen einfach in die Hand gleiten lassen und auf einen Teller setzen. 

-Fertig!-

Bild-für-Bild-Anleitung:

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Lisha

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Mehr zu „Meine Backbox“:

Meine Blogger-Kollegin Jenny hat mir 2016 erstmals von ihrer Backbox-Idee berichtet. Das Prinzip: Hobby-Bäcker erhalten eine Box nach hause geschickt, in der Zutaten, Equipment und Rezepte zum Nachbacken oder selbst-kreativ-werden sind sind. Die Box erscheint alle paar Monate und hat immer ein eigenes Thema: von Candy-Table über Meerjungfrauen, Oktoberfest bis hin zu Ostern. Häufig sind ungewöhnliche Zutaten dabei, die man so noch nicht verwendet hat, wie zum Beispiel essbarer Goldstaub, gebrannte Mandeln aus der Tüte oder Kokosmehl. Manchmal sind es aber auch alltägliche Dinge, die erst durch die schönen Rezepte zu etwas besonderem werden, wie Natron oder Sesam für hausgemachte Brezeln oder Craft Bier für Brownies. Ein Highlight sind auch immer die Dinge, die Bestand haben: Backformen, Keks-Ausstecher – eben alles, was die eigene Equipment-Sammlung erweitert.

Die Sommer-Edition von „Meine Backbox“ war fruchtig! Vom Kiwi-fault-line-cake bis zu Eis-Sandwich-Happen ging es wieder richtig kreativ und abwechslungsreich zu. Es waren viele schöne Produkte in der Backbox und diese drei möchte ich besonders hervorheben:

  1. Tortelette Förmchen von Zenker – Endlich mal Förmchen, aus denen der Teig nur so rausflutscht. Ich war sehr positiv überrascht von den Förmchen und freue mich, sie als festen Bestandteil in meiner Küche aufgenommen zu haben!
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  3. Lemon Curd von Chivers – ich liebe selbstgemachtes Lemon Curd, aber manchmal fehlt einfach die Zeit. Ich habe noch nie ein Lemon Curd aus dem Glas probiert und es ist schön zu wissen, dass es echt leckere Alternativen gibt, wenn es mal schneller gehen soll 🙂

Ihr wollte es selbst mal ausprobieren? Hier geht es zur offiziellen Website: →www.meinebackbox.de

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