Nussecken

Mein Mitbewohner lebt in ständiger Angst davor, dass die Nussecken leer werden könnten. In diesem Jahr habe ich vier Bleche (!!!) davon zur Weihnachtsbäckerei gemacht. Das sind rund 120 Stück. Ihr würdet denken, das beruhigt den guten Mann. Stattdessen beäugelt er mich jedes Mal argwöhnisch, wenn ich eine Plätzchen-Geschenketüte packe und Nussecken reintue. Ich habe auch das Gefühl, dass er zählt, wie viele ich rein mache. Und spätestens bei der dritten sagt er dann (und seine Stimme ist dabei etwas höher als sonst):

„Haben wir noch Nussecken?!“

Dabei kann ich es ihm nicht einmal verübeln, denn diese Nussecken sind tatsächlich verdammt gut. Sie könnten euch sogar ganz verderben für jede billige Bäcker-Nussecke, die euch danach noch wagt unter die Augen zu kommen. Der Teig ist richtig schön butterweich und die Nüsse geben herrlich viel Aroma ab – einfach nur köstlich.

Margarine statt Butter: In manchen Rezepten schmeckt man ganz deutlich heraus, ob Butter oder Margarine eingesetzt wurde. Glücklicherweise ist dies keins davon – ob ihr Butter oder Margarine einsetzt ist hier völlig egal, deshalb greife ich gerne zum pflanzlichen Produkt.

Rezept Nussecken

Für 30 Stück

Für den Boden

  • 220 g Mehl
  • 1 gestr. TL Backpulver
  • 100 g Zucker
  • 1 Ei
  • 100 g Margarine
  • etwas Vanille

Für die Nuss-Decke

  • 150 g Margarine
  • 100 g Zucker
  • 100 g gemahlene Nüsse (z.B. Haselnüsse)
  • 200 g gehobelte und gehackte Nüsse (z.B. Mandeln)
  • 2-3 EL Aprikosenmarmelade ohne Stücke
  • 200 g Zartbitter Konfitüre

Anleitung

1.) Für den Boden: Verrühre das Mehl (220g) mit dem Backpulver (1 gestr. TL) kurz trocken und gib dann den Zucker (100g), das Ei, die Margarine (100g) und die Vanille hinzu. Verrühre alles zu einem gebundenen Teig. Lege eine Auflaufform (ca. 30 x 20 cm) mit Backpapier aus und drücke den Teig mit den Fingern auf dem Boden flach aus. Alternativ kannst du den Teig auch zwischen zwei Stücken Backpapier mit einem Nudelholz ausrollen. Bis zur weiteren Verwendung kalt stellen.

Tipp: Für die Nuss-Decke empfehle ich dir, die Nüsse vor der Verwendung ein wenig anzurösten. So entfalten sie ihren vollen Geschmack. Dafür die gemahlenen Nüsse (100 g) in einer Pfanne ohne Öl unter ständigem Rühren erhitzen, bis sie minimal dunkler werden und nach Nüssen duften. Dann die Nüsse von der Hitze nehmen und den Vorgang mit den gehackten und gehobelten Nüssen (200 g) wiederholen (ruhig zusammen in einer Pfanne).

2.) Gib die Margarine (150 g) mit dem Zucker (100 g) in einen Topf und erwärmt beides unter rühren, damit der Zucker sich lösen kann. Als nächstes kommen die (bestenfalls angerösteten) Nüsse mit dazu. Die Masse gut verrühren und dann von der Hitze nehmen und ein paar Minuten abkühlen lassen. Währenddessen den Ofen schon mal auf 170°C vorheizen.

3.) Die Aprikosenmarmelade (2-3 EL) auf dem Teig der Auflaufform verstreichen. Das klappt besonders gut, wenn man sie leicht erwärmt, z.B. einige Sekunden in der Mikrowelle. Danach die Nussmasse auf den Teig geben und mit einem Spachtel oder Löffel gleichmäßig andrücken, sodass das ganze Blech gleichmäßig bedeckt ist. Die Auflaufform auf mittlerer Einschubebene im Ofen etwa 22-25 Minuten backen.

4.) Die fertig gebackenen Nussecken aus dem Ofen holen und erkalten lassen. Dann aus der Form lösen und mit einem scharfen Messer erst Rechtecke schneiden und diese dann diagonal halbieren, sodass man rund 30 nussige Dreiecken bekommt.

5.) Für die Schoko-Ecken die Zartbitter-Konfitüre (200 g) in einem Wasserbad schmelzen. Lege die Arbeitsfläche mit etwas Backpapier aus, auf dem die Nussecken dann trocknen können. Die spitzen Ecken der Nussecken in die Schokolade tauchen und auf dem Backpapier auskühlen lassen.

Tipp: Die Nussecken können beim Eintauchen in die Schokolade krümeln. Damit die Schoko-Ecken schön sauber bleiben, nehme ich mir einen Eierbecher, erwärme ihn kurz in der Mikrowelle und fülle die Schokolade portionsweise ein. Wenn sie dann mal total krümelig geworden ist, muss ich nur einen kleinen Teil austauschen. Restschokolade (auch krümelige) könnt ihr übrigens auf das Backpapier stürzen und erhärten lassen – beim nächsten Schokokuchen kann man sie dann wunderbar recyclen.

-Fertig-


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♥ Lisha


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