Saftiger Karottenkuchen

Ostern ist ein wenig konfus geworden. Eine sehr unschöne Kreuzigung war mit drin, dann noch das Ende der Fastenzeit, Eier haltbar machen und Färben, Küken, Schokolade und irgendwie ist ein Hase mit in die Nummer reingekommen. Und Hasen essen neben allem anderen Gemüse auch Karotten. Die logische Konsequenz ist, dass es zu Ostern Karottenkuchen geben sollte!

Heute kaum mehr zu glauben, aber als ich noch klein war, habe ich mich mit manchen Gemüsesorten schwer getan. Zucchini zum Beispiel. Also hat meine Mutter Zucchini klein geraspelt in Tomatensoße versteckt. Sneaky. Mittlerweile finde ich Zucchini super, aber ich habe lange vermutet, dass auch Karottenkuchen so eine Aktion ist, in der man versucht mir Gemüse unter zu jubeln. So habe ich Karottenkuchen erst spät für mich entdeckt. Dafür ist er jetzt im persönlichen Ranking ziemlich weit oben, auf einer Stufe mit Zitronenkuchen sogar. Das will schon was heißen.

Karottenkuchen mit Frischkäsecreme und Marzipanmöhren

Für einen Karottenkuchen (Springform, ca. 20 cm Ø)

Wir machen den Teig…

  • 300 g Karotten
  • 200 g gemahlene Haselnüsse
  • 200 g Zucker
  • 12 Scheiben Zwieback (ca. 115 g)
  • 3 TL Backpulver
  • 4 große Eier (oder 5 medium)
  • Saft einer Bio-Zitrone (Schale brauchen wir für die Creme)

Ein paar Handgriffe, bevor es richtig los geht:

  • Die Karotten schälen und klein raspeln (wir brauchen 300 g des Endprodukts)
  • Die Eier trennen
  • Die Haselnüsse ohne Fett in der Pfanne etwas anrösten für’s Aroma
  • Den Zwieback zu Mehl verarbeiten.

Tipp: Es dauert nur ein paar Sekunden mit einem Standmixer und ist eine saubere Angelegenheit. Ein Mörser geht auch. Das Ganze in einem Handtuch mit dem Nudelholz zu Mahlen ist mir immer zu viel Arbeit gewesen. Dann lieber Mehl nehmen.

Es geht richtig los:

Den Ofen auf 180° C vorheizen.

1.) Eigelb und Zucker locker aufschlagen.

2.) Die Karottenraspeln und den Saft der Zitrone dazu geben. Jetzt nur noch kurz rühren.

3.) Backpulver und Zwieback-Mehl und erkaltete Haselnüsse gut mischen. In den restlichen Teig kurz einarbeiten.

4.) Das Eiweiß aufschlagen. Unter den restlichen Teig heben.

5.) In eine gefettete Springform füllen und direkt in den Backofen schieben.

Tipp: Ich verwende zwei flache Springformen statt einer großen. Das hat den Vorteil, dass der Kuchen gleichmäßiger Durchgebacken ist und, dass ich ihn hinterher nicht mehr schneiden muss. Ich benutze die Form von Lakeland und kann sie sehr empfehlen.

 6.) Bei zwei flachen Springformen 20 Minuten backen, bei einer normalen Springform ca. 40 Minuten backen.

Tipp: Den Ofen nicht vor der angegebenen Zeit öffnen. Die Temperaturschwankungen lassen den Kuchen leicht misslingen. Danach kann man mit einem Zahnstocher schräg reinstechen. Wenn kein Teig (oder nur ein Krümel) hängen bleibt, ist er fertig. Oder man drückt kurz oben drauf. Wenn er nur noch wenig nachgibt, ist das auch ein sicheres Zeichen. Er soll ja auch nicht trocken werden.

7.) Den gebackenen Kuchen vollständig erkalten lassen. Lauwarm ist wie immer nicht gut genug. Dann (bei einer einzigen Springform) mit einem Messer oder Faden den Kuchen horizontal halbieren und wieder voll erkalten lassen.

Wir machen die Frischkäsecreme

  • 300 g Frischkäse (Doppelrahmstufe)
  • 90 g Butter (Zimmertemperatur)
  • 50 g Puderzucker (gesiebt)
  • Schale einer Bio-Zitrone (fein geraspelt)

 1.) Alle Zutaten in eine Rührschüssel geben und einmal ordentlich durchrühren. Die Butter muss Zimmertemperatur haben, sonst hat man am Ende eine Creme mit Butterflocken. Keiner mag das.

2.) Die Unterseite des erkalteten Kuchens mit der Creme bestreichen. Die Creme oben drauf etwa einen Fingerdick verstreichen.

3.) Die Oberseite drauf setzen. Den Kuchen jetzt vollständig mit Creme bedecken. Bei Bedarf die Creme mit einer Spritztülle kunstvoll garnieren und mit Marzipan-Möhren besetzen.

Tipp: Ein sauberes Messer ist dafür gut geeignet. Wer hat, sollte den Kuchen auf einen drehbaren Untersatz stellen. Ich habe diesen hier von Ikea. Es macht das Leben wirklich leichter und das Ergebnis sauberer.

Karottenkuchen mit Zwieback

Karottenkuchen mit Frischkäsecreme und Zwieback

Karottenkuchen mit Frischkäsecreme und Marzipanmöhren

Karottenkuchen mit Zwieback und Frischkäsecreme (2)

Karottenkuchen mit Zwieback und Frischkäsecreme



Die Reste

Der gesamte Kuchen (oder auch die Creme allein) ist einfrier-geeignet.

Viel Spaß beim Backen & vergesst nicht dem Blog zu folgen!

Lisha

4 Gedanken zu “Saftiger Karottenkuchen

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