Pistaziencreme mit Baiser-Gitter

Erinnert ihr euch noch an diesen großen Food-Trends 2016? →Eine Schokoladenkugel über ein Dessert setzen und sie dann mit heißer Sauce schmelzen, sodass es zum Vorschein kommt? Wer das schon mal als Video gesehen hat, weiß: Es sieht toll aus. ABER, wer es schon mal nachgemacht hat weiß, es ist die Mühe kaum wert. Eine Schokoladenkugel ist sehr aufwendig, nichts für Anfänger und am Ende hat man sein Dessert in flüssiger Schokolade und Sauce ertränkt.

Deshalb habe ich heute eine tolle Alternative für euch: Diese hübsche Baiser-Gitter Kuppel. Sie sind schnell gemacht, auch für Anfänger geeignet und darunter verbirgt sich eine echt leckere Pistaziencreme, die ich auch als Füllung für Pistazien-Macarons verwende. Garniert mit Blaubeeren und serviert auf schickem Porzellan ist das Ganze eine wunderschöne, runde Sache und passt perfekt in meine spät-sommerliche Reihe „Edles Eiweißgebäck“. Die Gitter lassen sich Tage zuvor vorbereiten, bei Bedarf mit Streuseln dekorieren und man kann sie entweder vom Dessert abheben und knabbern, oder sie mit dem Löffel zerschlagen, um an das Dessert zu kommen – das übrigens mit Baiser hervorragend schmeckt.

♥Das Dessert ist serviert auf Tellern der Serie „Marie Fleur Gris“ von Villeroy & Boch. Hier geht es zu der kompletten Serie. ♥

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Baiser Nester

Der eine mag keine Rosinen, der andere keine weiße Schokolade und dem letzten sind Johannisbeeren zu sauer – es ist nicht immer leicht ein Dessert zu machen, das jedem schmeckt. Deshalb sind (Dessert)Buffets auch so beliebt – es ist eine bunte Vielfalt, bei der für jeden etwas dabei ist. Aber das will ja auch erst mal vorbereitet sein. Heute habe ich für euch eine tolle Lösung für ein leckeres Dessert, das als Grundstock kleine Nester aus Baiser hat und die eure Gäste dann ganz nach persönlichen Präferenzen bunt selbst füllen können. Für den Gastgeber heißt das viele glückliche Gäste und gleichzeitig wenig Arbeit. Die Baisernester kann man sehr schon am Vortag (ich mache sie manchmal sogar am Vor-Wochenende) vorbereiten und richtet sie auf dem Tisch auf einer schönen Platte an, damit sich jeder selbst bedient. In kleine Schälchen kommt dann eine (oder mehrere) Creme und ein paar Streusel, Schokoraspeln oder frische Beeren. Es ist total schön, wie wenig Arbeit es ist im Vergleich zum Ergebnis. Und echt lecker. Ein Dessert, voll nach meinem Geschmack 😉

Ich mache es hier mit Schlagsahne als Creme, um es so richtig unkompliziert zu halten. Aber da müsst ihr nicht aufhören: Wer noch ein paar Minuten hat, kann ein zitroniges Lemoncurd machen und damit auch gleich das vom Baiser übrige Eigelb verbrauchen. Dasselbe gilt für einen schönen hausgemachten Vanillepudding. Wer es gerne etwas leichter hat, kann auch einfach Joghurt verwenden (den würde ich mit 1-2 EL Ahornsirup süßen), oder meine cremige Joghurt-Reduktion verwenden.

♥Das Dessert ist serviert auf Tellern der Serie „Marie Fleur Gris“ von Villeroy & Boch. Hier geht es zu der kompletten Serie. ♥

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Brombeer Baiser Törtchen

Bevor ich mir im Restaurant ein Hauptbericht bestelle, will ich immer die Dessertkarte sehen. Gibt es nur die Klassiker (Schokoküchlein, Panna Cotta und Tiramisu) entscheide ich nach Appetit. Aber ist es etwas Besonderes, eine Spezialität des Hauses, dann muss ich dringend beim Hauptgericht Platz lassen. Einen guten Nachtisch, lasse ich mir nicht entgehen. Deshalb mischen wir auch heute das bekannte Dessert-Portfolio ein wenig auf und zaubern in den nächsten Wochen ein süßes Feuerwerk auf den Teller: Edles Eiweißgebäck.

Gemeinsam drehen wir an ein paar Baiser-Schrauben und kreieren in den nächsten Wochen gemeinsam edle Desserts, die auch Anfänger gut hinbekommen und die als Hingucker eures Abends garantiert eure Gäste begeistern werden. Heute fangen wir mit einem Brombeer-Törtchen an, das aus Baisertalern und einer weißen Schokoladen-Mascarpone Creme besteht. Es hat eine wunderschöne Balance zwischen süß und säuerlich und sieht einfach toll aus. Die Baisertaler sind auch toll geeignet für Einsteiger, denn selbst, wenn das Baiser nicht perfekt steif wird funktionieren die Taler sehr gut. Die könnt ihr schon Tage im Voraus machen und die Creme ebenfalls am Vortag, sodass ihr kurz vor dem Servieren nur schnell noch zusammensetzen müsst.

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Himbeer-Joghurt Tiramisu

Endlich, endlich wird es Himbeerzeit! Meine Eltern haben einen kleinen Garten in Hanglage und dort zieht mein Vater verschiedene Sorten der leckeren Beere. Je nach Art werden sie leicht zeitversetzt reif, sind einfach köstlich und teilweise so groß wie (kleine) Erdbeeren. Auf einen eigenen Garten mit Beerenbeet arbeite ich auch hin, allerdings müsste der etwas größer sein, da ich ja genug Platz für meine Eier-Pflanzen (im Volksmund „Hühner“ genannt) brauche, die ich gerne hätte. Bis es soweit ist, genieße ich das Frankfurter Stadtleben aber auch sehr und halte als Garten-Ersatz gekaufte Basilikum und Minz-Pflanzen am Leben, so gut ich kann. Mit mäßigem Erfolg. Ich habe definitiv keinen grünen Daumen.

Aber nun zum Dessert! Grade im Sommer zum Grillen oder Festen sind bei uns in der Familie immer Desserts gefragt, die gut aussehen und vor allem frisch schmecken. Brownies gehen immer, ja, aber wenn die Temperaturen steigen, tut ein wenig fruchtige Leichtigkeit nicht weh. Deshalb habe ich mein Tiramisu Grundrezept, das ich schon mit Mango und Blaubeeren verfeinert habe, heute mit Himbeeren gemacht. Aber das ist noch nicht alles: Statt einem Duo aus Mascarpone und Sahne ist dieses Rezept ein Trio, eine leichtere Variante, in der Joghurt mitmischt. Ich habe die Sahne außerdem durch eine fettreduzierte Alternative (z.B. Creme Fine zum Schlagen) ersetzt. Wer auf seine Linie achtet, sollte trotzdem nicht das ganze Blech auf einmal essen, aber dieses Rezept schlägt definitiv deutlich weniger zu Buche als seine üppigeren Geschwister. Und mindestens genauso lecker ist es allemal! Ich serviere es diesmal im Glas, aber vom Blech geht es natürlich auch immer. Weiterlesen

Mango Tiramisu

Intensiv, fruchtig, köstlich – Mangos sind einfach überragend. An gute Mangos ranzukommen, ist aber gar nicht so einfach – sie wachsen zwar an vielen Orten, aber Deutschland ist jetzt klassisch keiner davon :-). Das ist blöd, denn reif geerntet schmecken sie am besten. Ich hatte jetzt auf dem Berger Markt in Frankfurt Glück und habe schöne Exemplare gefunden: Ringsherum etwas weich und mit intensivem Mangogeruch. Erst wollte ich sie in eine schöne Torte verbacken, dann hatte ich aber so Lust auf Tiramisu. So ist das Leben.

Der König des besten Tiramisus ist mein Vater. Immer gewesen. Überragend lecker, nicht zu schwer und mit viel Kakao und Liebe gemacht. Meine Schwester und ich haben uns bei jeder Gelegenheit Tiramisu gewünscht und er hat uns eine ganze Badewanne voll versprochen. Das habe ich damals vielleicht etwas wörtlich genommen. Wenn ich aber ganz ehrlich bin, habe ich rückblickend über mein Leben bestimmt die ein oder andere Badewanne Tiramisu gegessen (also zusammen gerechnet). Wenn es Tiramisu gab, dann meistens in einer großen Blechform. Meine Schwester und ich sind dann pausenlos um den Kühlschrank herum geschlichen und haben fein säuberlich auf dem Kakao die Grenzen zwischen „meine Hälfte und deine Hälfte“ abgezeichnet. Im Nachhinein geb ich’s zu – wenn meine Hälfte zu schnell schwand, habe ich das Blech einfach einmal umgedreht…und schon war die Hälfte von meiner Schwester die von mir. Zugegeben, nicht ganz ladylike, aber ich bin sicher, sie hat das auch gemacht.

Okay, genug mit der Familien-Anekdote. Also, mein Vater macht das weltbeste Tiramisu. Deshalb basiert das Rezept auch auf seinem. Nicht haargenau so, denn er freestylt immer ein wenig und sein Rezept ist ein flüssiges Konzept, das gerne mal variiert. Aber keine Sorge, das Rezept hier ist absolut köstlich. Mit Kaffee, ohne Alkohol, ohne Eier.

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