Eigentlich hab ich es mit Halloween gar nicht so, aber backtechnisch gibt es einfach eine Menge her. Deshalb habe ich am Wochenende etwas experimentiert und zeige euch neben den Kürbiscupcakes, den Marzipan Kürbissen und der fetten Kellerspinne heute ein paar sehr unkomplizierte und schnell gemachte Spinnennetze. Man kann sie hart werden lassen und auf Cupcakes setzen, oder aber auch auf einen Kuchen mit Schoko-Glasur in Großformat spritzen. Sieht gut aus, geht schnell und ist nicht schwer. Den Rest der Halloweenkdeko gibt es im Lauf der Woche.
Schlagwort: Kinder
Dicke fette Kellerspinnen (Halloween)
Dicke Beine mag niemand haben. Schon gar nicht gleich acht. Nicht mal in einer Ecke an der Decke. Bäh. Da kann man mir mit noch so vielen Bauernweisheiten kommen – ich bin kein Fan von Spinnen. In dieser einen Hinsicht war es auch blöd, am Rand eines kleinen Waldes aufzuwachsen. Da gibt’s leider jede Menge davon. Und zwar nicht die irgendwie drolligen, tollpatschigen mit dem kleinen Körper und den langen Beinen. Nein! Die flinken fetten Kellerspinnen. So eine habe ich jetzt auch gebacken. Zum kühlen saß die im Kühlschrank. Ich mach die Kühlschranktür auf (in der Theorie wohl wissend, dass sie drin ist) und hab jedes mal nen Schreck bekommen.
Cashew-Zitrone Cookies mit Star-Allüren
(English) Die Cashew ist eine Diva mit Star-Allüren, keine Frage. Der immergrüne Laubbaum an dem sie wächst verhätschelt sie total. Die Cashew hat keinen Bock an einem normalen Stil zu wachsen, wie der Pöbel. Also wächst zuerst die Kaschufrucht (oder auch Kaschuapfel), die aussieht, wie ein kleiner gelber oder orangener Kürbis und erst dann bequemt sich unten drunter der Kern. Das heißt also jeder Cashewkern hatte vorher seinen höchstpersönlichen Kaschuapfel. Das ist nicht mal eine richtige Frucht (obwohl man sie essen kann), sondern ein Fruchtstil. Alles nur, weil die Cashew Drama macht. Drama, Drama, Drama, Drama.
Schoko-Banane Cookies
(English) Banane-Schoko ist ein Klassiker und das aus gutem Grund. Ich habe mein Glück zuerst mit frischen Bananen versucht, aber die Kekse haben viel zu dominant nach Banane geschmeckt und waren insgesamt auch ein bisschen….naja, quartschig. Also habe ich es mit getrockneten Bananen versucht, bis ich die frischen Früche optimiert habe. Das ist auch ziemlich lecker, denn so schmeckt man Banane wirklich nur, wenn man einen Chip-Splitter erwischt. Wer es also gerne bananiger hat, der macht die Chips ein bisschen feiner. Wem das lieber ist, der greift sonst zum Beispiel zu plain Chocolate-Chip, Cranberry-Erdnuss oder auch Cashew-Zitrone.
Erdnuss-Cranberry Cookies
(English) Die Preiselbeere ist gefühlt vor Jahren schon in Vergessenheit geraten und dafür erschien irgendwo die hippe Cranberry. Kann schon sein, dass nur mir das so ging und alle anderen das Spiel direkt durchschaut haben, aber so langsam dämmert’s auch mir: Das isja quasi dasselbe (auch, wenn der Botaniker widersprechen mag). Ich bin kein Freund von getrocknetem Obst im Essen und fühle mich immer ein bisschen betrogen, wenn mir das jemand als gesunde Süßigkeit verkaufen will. Also probierte ich dieses Rezept mit gemischten Gefühlen. Ein bisschen so, als ob ich euch Haferflocken-Rosinen Cookies als Chocolate Chip andrehen wollte. Aber was als Mogelpackung begann, wurde überraschend lecker. Die säuerliche Beere mit der salzigen Erdnuss und dazu noch der süße Cookie-Teig. Oha. Da hat man richtig was. Probiert auch auf alle Fälle mal die anderen Sorten: Chocolate-Chip, Cashew-Zitrone und Schoko-Banane.










